Anfrage für den Ausschuss für Brandschutz, Rettungswesen und wirtschaftliche Betriebe am 11.02.2026

Sachstandsmitteilung zur beabsichtigten Lösung zur Wiederaufnahme von rituellen

Waschungen auf dem Friedhof Lindenheide

Anfrage:

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Bär, sehr geehrte Frau Vorsitzende Mick-Teubler, sehr

geehrte Mitarbeitende der Verwaltung,

die Fraktion der Grünen bittet in der Ausschusssitzung zur Sachstandsmitteilung zur

beabsichtigten Lösung zur Wiederaufnahme von rituellen Waschungen auf dem Friedhof

Lindenheide. Hierbei soll insbesondere erläutert werden, warum statt der Durchführung

baulicher Maßnahmen an/in dem bisher genutzten Gebäude die Überlegung besteht, einen

entsprechend ausgestatteten Container aufzustellen und wann mit einer Umsetzung der Lösung

gerechnet werden kann.

Wie bekannt ist bestand auf dem Friedhof Lindenheide eine Räumlichkeit, wo für Menschen

muslimischen Glaubens im Rahmen der Bestattung die rituelle Waschung durchgeführt werden

konnte. Seit nunmehr fast vier Jahren ist der Raum geschlossen und rituelle Waschungen sind

auf dem Friedhof nicht mehr möglich. Die damalige Bürgermeisterin Frau Pietschmann hatte in

der Sitzung des FOW vom 14.05.2025 im Rahmen einer Anfrage unter dem TOP Verschiedenes

erläutert, dass ein erhöhter organisatorischer Aufwand bestehen würde, es bauliche

Einschränkungen gäbe und arbeitsschutzrechtliche Belange nicht tragbar seien. Angeblich sollte

an einer Lösung gearbeitet werden, die den Bedürfnissen aller Beteiligten gerecht werde.

Akzeptable Übergangsmöglichkeiten bestehen für die Menschen muslimischen Glaubens

derzeit nicht. Im gesamten Kreisgebiet gibt es im Moment lediglich drei Möglichkeiten, rituelle

Waschungen vorzunehmen, und zwar in Wülfrath (derzeit überlastet), Monheim und Rattingen.

Sofern an diesen Orten überhaupt freie Kapazitäten bestehen, ist deren Nutzung mit einem

erheblichen logistischen Mehraufwand für die Hinterbliebenen verbunden.

Nach Auskunft der DITIB-Gemeinde beabsichtigt die Stadt Mettmann, die Stellung eines

Containers. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, ob die Durchführung baulicher

Maßnahmen im bzw. am Bestandsgebäude nicht der sinnvollere und nachhaltigere Weg wäre. Personen muslimischen Glaubens bilden einen großen Anteil der Mettmanner Bürger*innen.

Als offene Gesellschaft sollten wir unseren muslimischen Mitbürger*innen ermöglichen,

Beisetzungen so zu gestalten, wie ihre Religion es vorsieht. Die alsbaldige Schaffung einer

angemessenen Lösung ist ein Baustein gelingender Integration.

Für die Fraktion der GRÜNEN

Claudia Kamprolf Martin André

Fraktionssprecherin Fraktionssprecher

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