Anfrage für den Ausschuss für Brandschutz, Rettungswesen und wirtschaftliche Betriebe am 11.02.2026 30. Januar 202610. Februar 2026 Sachstandsmitteilung zur beabsichtigten Lösung zur Wiederaufnahme von rituellen Waschungen auf dem Friedhof Lindenheide Anfrage: Sehr geehrter Herr Bürgermeister Bär, sehr geehrte Frau Vorsitzende Mick-Teubler, sehr geehrte Mitarbeitende der Verwaltung, die Fraktion der Grünen bittet in der Ausschusssitzung zur Sachstandsmitteilung zur beabsichtigten Lösung zur Wiederaufnahme von rituellen Waschungen auf dem Friedhof Lindenheide. Hierbei soll insbesondere erläutert werden, warum statt der Durchführung baulicher Maßnahmen an/in dem bisher genutzten Gebäude die Überlegung besteht, einen entsprechend ausgestatteten Container aufzustellen und wann mit einer Umsetzung der Lösung gerechnet werden kann. Wie bekannt ist bestand auf dem Friedhof Lindenheide eine Räumlichkeit, wo für Menschen muslimischen Glaubens im Rahmen der Bestattung die rituelle Waschung durchgeführt werden konnte. Seit nunmehr fast vier Jahren ist der Raum geschlossen und rituelle Waschungen sind auf dem Friedhof nicht mehr möglich. Die damalige Bürgermeisterin Frau Pietschmann hatte in der Sitzung des FOW vom 14.05.2025 im Rahmen einer Anfrage unter dem TOP Verschiedenes erläutert, dass ein erhöhter organisatorischer Aufwand bestehen würde, es bauliche Einschränkungen gäbe und arbeitsschutzrechtliche Belange nicht tragbar seien. Angeblich sollte an einer Lösung gearbeitet werden, die den Bedürfnissen aller Beteiligten gerecht werde. Akzeptable Übergangsmöglichkeiten bestehen für die Menschen muslimischen Glaubens derzeit nicht. Im gesamten Kreisgebiet gibt es im Moment lediglich drei Möglichkeiten, rituelle Waschungen vorzunehmen, und zwar in Wülfrath (derzeit überlastet), Monheim und Rattingen. Sofern an diesen Orten überhaupt freie Kapazitäten bestehen, ist deren Nutzung mit einem erheblichen logistischen Mehraufwand für die Hinterbliebenen verbunden. Nach Auskunft der DITIB-Gemeinde beabsichtigt die Stadt Mettmann, die Stellung eines Containers. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, ob die Durchführung baulicher Maßnahmen im bzw. am Bestandsgebäude nicht der sinnvollere und nachhaltigere Weg wäre. Personen muslimischen Glaubens bilden einen großen Anteil der Mettmanner Bürger*innen. Als offene Gesellschaft sollten wir unseren muslimischen Mitbürger*innen ermöglichen, Beisetzungen so zu gestalten, wie ihre Religion es vorsieht. Die alsbaldige Schaffung einer angemessenen Lösung ist ein Baustein gelingender Integration. Für die Fraktion der GRÜNEN Claudia Kamprolf Martin André Fraktionssprecherin Fraktionssprecher Anfrage_BRWB_RituelleWaschung_11.02.26Herunterladen