Anfrage zum Stadttaubenmanagement und Aufbau des Taubenhauses 28. November 202528. November 2025 Anfrage für Haupt- und Finanzausschuss am 02.12.2025 zum Sachstand des Stadttaubenmanagements / des geplanten Taubenhauses Sehr geehrter Herr Bürgermeister Bär, sehr geehrter Herr Neubauer, die Fraktion der GRÜNEN bittet in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 02.12.2025 um die Beantwortung folgender Fragen zum Thema Stadttaubenmanagement: Wie ist der aktuelle Sachstand bei der Planung und Anschaffung des Taubenhauses? Welche Kapazität ist für das Taubenhaus vorgesehen? (Anzahl der Nistplätze und damit ungefähr geplanter zukünftiger Bestand an Stadttauben) An welchem der beiden im damaligen Beschluss genannten Standorte (Seibelquerspange oder Hammer Bach) soll das Taubenhaus errichtet werden? Welcher Zeitplan ist für die Aufstellung des Taubenhauses vorgesehen? (Vor der Hauptbrützeit von März bis Oktober?) Liegen der Verwaltung Beobachtungen und Berichte der Innenstadt von z.B. Anwohnenden oder Ladenbesitzer*innen zur aktuellen Taubensituation vor? Hat sich die Lage seit Beginn der kontrollierten Fütterung verändert und wenn ja, wie? Wie groß wird der Bestand an Stadttauben derzeit geschätzt? Welche monatlichen Sachkosten entstehen der Stadt Mettmann aktuell durch die gezielte Fütterung der Stadttauben? (im HuF im Juni 2025 berichtet die damalige Bürgermeisterin Pietschmann, dass die Stadt Mettmann die Sachkosten der Fütterung übernehme) Begründung Wir hatten Gelegenheit, mit den ehrenamtlichen Helferinnen der Stadttauben Mettmann e.V. am aktuellen Fütterungsplatz an der Seibelquerspange zu sprechen. Die Situation vor Ort macht deutlich, wie dringend eine dauerhafte Lösung benötigt wird: Hunderte von Tauben treffen dort täglich – überaus pünktlich – zur Fütterungszeit ein. Der Verein gibt einen Verbrauch von Taubenfutter von ca. 25 kg pro Tag an und geht aktuell von 600 EUR monatlichen Kosten aus – allein für das Futter. Im Gespräch mit den Anwohnenden habe sich für die ehrenamtlichen Helferinnen ein differenziertes Bild gezeigt. Während einige wenige Anwohnende die Aktion kritisch sehen und befürchten, dass die Tauben die Umgebung verschmutzen, unterstützten andere die Initiative ausdrücklich. Die ehrenamtlichen Helferinnen des Vereins Stadttauben Mettmann e.V. leisten eine für die ganze Stadtgesellschaft wertvolle Arbeit und setzen das mehrstufige Verfahren zur Kontrolle und Reduzierung des Taubenbestandes engagiert um. Ein Taubenhaus ermöglicht die Reduktion des Taubenbestandes und damit die Senkung der monatlichen Sachkosten durch Futter für die Tiere. Laut Aussage der Stadttauben Mettmann e.V. „verbringen die Tauben 80% des Tages im Taubenschlag und sondern dort auch folglich 80% ihres Kotes ab und sind daher 80% des Tages weniger im Stadtbild sichtbar!“ Zudem entstehen durch den Verbleib der Tiere im Taubenhaus weniger Schäden an Häusern im Innenstadtbereich, welche mit hohen Reparatur- und Reinigungskosten – insbesondere für die Denkmäler – einhergehen. Da die Fütterungsphase auf den neuen Fütterungsplatz überaus erfolgreich läuft, die Tauben sowie Ehrenamtliche beim mehrstufigen Verfahren „im Plan“ sind, und im März die nächste Brutzeit der Tauben startet, ergeben sich für uns oben stehende Fragen. Historie Seit einer Bürgeranfrage im Jahr 2009 für kontrollierte Futterplätze für die Tauben, verfolgt die Fraktion der GRÜNEN die Entwicklung des Themas „Stadttauben“ und unterstützt das Vorhaben eines Taubenhauses. Wurde noch bis ins Jahr 2017 argumentiert, dass der Bestand an Stadttauben mit ca. 200 Tieren keine Überpopulation darstelle und Fütterungsverbote und Vergrämungsmaßnahmen als ausreichend erachtet werden, stellt die CDU bereits im Jahr 2021 einen Dringlichkeitsantrag im FOW zum Thema Stadttauben mit dem Inhalt, durch einen Falkner Stadttauben dem Bestand zu entnehmen. Dieser Antrag fand derzeit keine Mehrheit. 2024 wurde das Thema im FOW erneut erläutert, die Entnahme von Tauben durch Falken oder einen Falkner erneut mehrheitlich abgelehnt. Ein Beschlussvorschlag der FDP im gleichen FOW, den Weg zur kontrollierten Fütterung und der Bereitstellung eines Taubenhauses einzuschlagen, wurde mehrheitlich angenommen. Es folgen Jahre mit Beratungen zum Thema Taubenhäuser mit NABU und später einer Projektgruppe. Endlich – im Jahr 2025 – erfolgt im HuF der Beschluss für den ersten Schritt des mehrstufigen Verfahrens zur Kontrolle und Reduzierung des Taubenbestandes. Die Fütterung durch die ehrenamtlichen Helferinnen der Stadttauben Mettmann e.V. wurde erlaubt. Lt. Protokollierter Aussage der damaligen Bürgermeisterin Pietschmann trägt die Stadt Mettmann die Sachkosten – also die Kosten für das Futter. Zudem wurde bereits im November 2024 beschlossen, dass zu einem späteren Zeitpunkt ein Taubenhaus an der Seibelquerspange (Flur 23, Flurstück 305) und/oder auf dem Grundstück Hammer Bach (Flur 23, Flurstück 640) errichtet werden soll, um durch gezielte Entnahmen von Eiern den Taubenbestand zu reduzieren und kontrollieren. Wir möchten ausdrücklich den ehrenamtlichen Helferinnen der Stadttauben Mettmann e.V. für ihr großes Engagement danken! Sie leisten mit ihrer täglichen Arbeit einen wichtigen Beitrag für die Stadtgesellschaft und setzen gleichzeitig ein tierschutzgerechtes Stadttaubenmanagement in unserer Stadt um. Sie verdienen unsere volle Anerkennung und Unterstützung. 20251118 – GRÜNE – Anfrage – StadttaubenmanagementHerunterladen