Climate Justice now! 2. Oktober 201931. Januar 2020 Am 01. Oktober 2019 hatte der GRÜNE Ortsverband zu einer interaktiven Diskussion zum Thema Klimagerechtigkeit in die Kulturvilla eingeladen. Im voll besetzten Raum stellte Philipp Noack von der Klimavernetzung Ruhr klar, dass wir mit einer mittleren Erderwärmung von 1,1°C bereits mitten in der Klimakrise angekommen sind. Anschließend erläuterte er, dass die Bekämpfung dieser Krise als Gerechtigkeitsfrage für die junge Generation und deren Lebensentwürfe von besonderer Brisanz ist. Eine zweite Dimension ist die Nord-Süd-Gerechtigkeit. Unser Lebensstil, Ressourcenverbrauch und CO2-Ausstoß im globalen Norden führt dazu, dass klimatisch, politisch, und wirtschaftlich besonders benachteiligte Bevölkerungsgruppen im globalen Süden bereits heute unter den Folgen der menschengemachten Klimaerwärmung leiden. Philipp dazu: „In einer endlichen Welt ist unendliches Wachstum nicht möglich. Wachstum funktioniert heute schon nur auf Kosten der Biosphäre, ärmerer Bevölkerungsschichten und des globalen Südens. Daher kann die Bekämpfung der Klimakrise nur mit einem Wandel unseres Wirtschaftssystems einhergehen.“ System change statt climate change ist die Parole der Klimagerechtigkeitsbewegung, die immer auch weitere Parameter wie Anti-Rassismus und -Klassismus, Feminismus, Demokratie und soziale Gerechtigkeit integriert. Am 01. Oktober 2019 hatte der GRÜNE Ortsverband zu einer interaktiven Diskussion zum Thema Klimagerechtigkeit in die Kulturvilla eingeladen. Im voll besetzten Raum stellte Philipp Noack von der Klimavernetzung Ruhr klar, dass wir mit einer mittleren Erderwärmung von 1,1°C bereits mitten in der Klimakrise angekommen sind. Anschließend erläuterte er, dass die Bekämpfung dieser Krise als Gerechtigkeitsfrage für die junge Generation und deren Lebensentwürfe von besonderer Brisanz ist. Eine zweite Dimension ist die Nord-Süd-Gerechtigkeit. Unser Lebensstil, Ressourcenverbrauch und CO2-Ausstoß im globalen Norden führt dazu, dass klimatisch, politisch, und wirtschaftlich besonders benachteiligte Bevölkerungsgruppen im globalen Süden bereits heute unter den Folgen der menschengemachten Klimaerwärmung leiden. Philipp dazu: „In einer endlichen Welt ist unendliches Wachstum nicht möglich. Wachstum funktioniert heute schon nur auf Kosten der Biosphäre, ärmerer Bevölkerungsschichten und des globalen Südens. Daher kann die Bekämpfung der Klimakrise nur mit einem Wandel unseres Wirtschaftssystems einhergehen.“ System change statt climate change ist die Parole der Klimagerechtigkeitsbewegung, die immer auch weitere Parameter wie Anti-Rassismus und -Klassismus, Feminismus, Demokratie und soziale Gerechtigkeit integriert. Kathrin Henneberger, Pressesprecherin von Ende Gelände, erklärte wie wichtig Emotionen und Mitgefühl beim Begreifen der Klimakrise sind. Erst wenn Menschen eine direkte Beziehung zu Notleidenden entwickeln, treffen uns die Folgen nicht nur kognitiv (und können dann erfolgreich verdrängt werden), sondern emotional. So war für Kathrin als Rheinländerin klar, dass sie sich der Beendigung des Braunkohletagebaus widmen muss. Auch sie fordert einen radikalen Wandel und die Beschäftigung mit der Frage, wie eine klimagerechte Gesellschaft aussehen kann. „Wir müssen lernen, weit in die Zukunft zu blicken und ein anderes Miteinander schaffen.“ Anschließend schilderte Tina Adomako vom Eine Welt Netz NRW eindringlich wie die Klimakrise Konflikte in verschiedenen afrikanischen Ländern anheizt, Familien auseinanderreißt und Menschen in die Flucht zwingt. „Bis 2050 werden jährlich 150 Millionen Menschen wegen Klimafolgen auf der Flucht sein.“ Bei konkreten Ideen zum Wandel für ein klimagerechtes Mettmann hatten die teilnehmenden Bürger*innen klare Ideen: eine menschengerechte Mobilität mit dem Ausbau des Radverkehrs und des ÖPNV, kostenlosen Schüler*innen-Tickets und eine autofreie Innenstadt. Lukas Mielczarek von den Jungen GRÜNEN Düsseldorf forderte die stärkere Beteiligung von jungen Menschen in der Lokalpolitik und Bündnisse von Jugendorganisationen, Umweltschützer*innen, Unternehmen, Verbänden und diversen Akteur*innen vor Ort, um gemeinsam den Wandel zu gestalten und Druck auf politische Entscheider*innen aufzubauen. Dass unsere Ernährung einen erheblichen Teil zur Reduktion von Treibhausgasen leisten kann, stellte Nicole Johnson von ProVeg Düsseldorf heraus. „Eine pflanzenbasierte, lokale und nachhaltige Kost kann 10 Milliarden Menschen ernähren. Die Ernährungsumstellung ist eine einfache Möglichkeit unsere Klimaziele sofort einzuhalten.“ Das IPCC fordert eine Reduktion des Verbrauchs tierischer Produkte um 90%, um die Erderwärmung auf 1,5°C zu begrenzen. Da Lebensmittelherstellung- und Vertrieb, insbesondere die Massentierhaltung, ca. 20% der Treibhausgase verursachen, ist eine Ernährungs- und Agrarwende ein wichtiger Baustein einer klimagerechten Gesellschaft. Wie Bäume unsere Transformationsbemühungen unterstützen können, schilderte Jana Reiter von Plant for the Planet. Das massive weltweite Aufforstungsprogramm der Kinder- und Jugendorganisation soll dazu führen, dass die entstehenden Wälder ohne Konflikte mit Siedlungs- und Landwirtschaftsflächen 25% des ausgestoßenen CO2 aus der Atmosphäre absorbieren. Hierfür will Plant for the Planet weltweit 1000 Milliarden Bäume pflanzen. Am Ende waren sich alle Teilnehmer*innen einig, dass nur gemeinsame Anstrengung sowohl auf individueller als auch auf systemischer Ebene zu einer klimagerechten Gesellschaft führen können. Durch die hohe Komplexität und Interdependenz mit anderen Krisen (Planetare Grenzen) braucht es ein entschlossenes Miteinander aller Akteur*innen. So sagte Jan-Niklas Niebisch von Fridays for Future Wülfrath den Mettmanner*innen organisatorische und finanzielle Hilfe beim Aufbau einer eigenen Ortsgruppe zu.