Mettmanner GRÜNE fordern zukunftsweisende Mobilität statt Simmungspolitik

Die Mettmanner GRÜNEN positionieren sich zur Forderung der SPD, aufgrund „schlechter Stimmung in der Bevölkerung“ die Johannes-Flintrop- und Breitestraße wieder für den Autoverkehr zu öffnen. 

In der Presse wird die SPD mit der Aussage zitiert, dass das Auto dann wieder Vorrang habe. Genau dies sehen die Mettmanner GRÜNEN kritisch. Viele Bürger*innen und Initiativen fordern Lösungen gegen die Verkehrsüberlastung durch den motorisierten Individualverkehr und damit eine Verringerung von Lärm- und Schadstoffbelastung, Stau und Unfällen. Laut einer Studie des Umweltbundesamtes wünschen sich 82% der Menschen in Deutschland weniger Autos in den Städten, mehr öffentlichen Nahverkehr und mehr Fuß- und Radwege. Gerade in Mettmann wird deutlich, dass hier die Stellschrauben liegen, da Veränderungen an der Straßenführung lediglich zu Engpässen an anderer Stelle führen. Außerdem sollte eine attraktive Umgestaltung des Jubiläumsplatzes umgesetzt werden, bevor eine erneute Änderung der Verkehrsführung erfolgt.

Die Sperrung von Innenstädten für den motorisierten Individualverkehr ist weltweit ein probater Anreiz zum Umsteigen. Was in Mettmann fehlt, ist eine mutige Mobilitätspolitik, die ein sicheres Radverkehrsnetz, einen attraktiven ÖPNV sowie eine hohe Aufenthaltsqualität für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen sicherstellt. So steigt auch der Umsatz in Gastronomie und Einzelhandel, da Autofahrer*innen in Innenstädten seltener anhalten, um in kleinen Geschäften einzukaufen. 

Anstatt also richtige Ansätze zurückzunehmen, fordern wir mutige flankierende Maßnahmen, um den Mettmanner*innen den Umstieg auf den Umweltverbund zu erleichtern und die Lebensqualität zu erhöhen. „Wir setzen uns für eine nachhaltige Mobilitätswende ein, die den Menschen wieder in den Mittelpunkt rückt. Die Aufweichung der Netztrennung ist ein Signal in die falsche Richtung“, fasst Nils Lessing, Fraktionssprecher der GRÜNEN, zusammen. Stattdessen sollten Maßnahmen wie beispielsweise die Erarbeitung und Umsetzung des (schon beschlossenen) Radverkehrskonzepts schnell vorangetrieben werden. 

Zudem hat der Mettmanner Rat in der letzten Sitzung vor der Sommerpause fast einstimmig beschlossen, dass Mettmann klimafreundliche Stadt werden soll. Eine nachhaltige Mobilität ist ein wichtiger Baustein zur Steigerung der Klimafreundlichkeit. Damit der Ratsbeschluss kein Lippenbekenntnis wird, sollte sich das politische Handeln auch an diesem Vorsatz ausrichten. 

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