Kein Ei mit der 3! 30. März 201318. März 2020 Grüne verteilen bunte Bio-Eier „Der Kurswechsel in der Agrarpolitik ist überfällig“, erklärt Tina Guenther, Sprecherin der Grünen im Ortsverband Mettmann, zur Osterei-Aktion der Grünen, die am Samstag, den 30. 03.2013 um 10 Uhr in der Fußgängerzone am Waschbrett Bio-Eier verteilten. Die Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland lehnen Eier aus Käfighaltung ab. Die meisten Handelsketten haben Käfigeier längst aus ihrem Sortiment genommen, weil sie oftmals in den Regalen liegen geblieben sind. Heute stammen über 95 Prozent der nicht verarbeiteten Eier aus alternativen Haltungsformen. Doch in vielen verarbeiteten Lebensmitteln wie z.B. wie Nudeln, Backwaren oder Eierspeisen werden nach wie vor Käfigeier verwendet – ohne Kennzeichnung. Nur indem die Verbraucher Bio-Produkte kaufen, können sie Eier aus tierquälerischer Haltung vermeiden. Deshalb fordern Bündnis 90/Die Grünen eine Kennzeichnung der Eier auch für verarbeitete Produkte. „Mit der Aktion wollen wir Grüne unsere Forderung nach einem Ende der Massentierhaltung bei Legehennen wie bei allen anderen Nutztieren unterstreichen. Die agrarindustrielle Tierhaltung geht auf Kosten des Tierschutzes, sie ist zum Nachteil für die Gesundheit und sie belastet die Umwelt. Im jüngsten Hennenhaltungs-Skandal sind die Verbraucherinnen und Verbraucher gezielt betrogen worden. Die von der schwarz-gelben Bundesregierung geförderte Industrialisierung der Lebensmittelerzeugung, bei der ausschließlich auf Massenproduktion und billige Preise gesetzt wird, führt zu Kostendruck, intransparenten Strukturen und sie begünstigt Betrügereien wie mit den falsch deklarierten Eiern. Wir GRÜNE fordern darum einen Kurswechsel in der Agrarpolitik hin zur Förderung einer tiergerechten, nachhaltigen, bäuerlichen Landwirtschaft und zur Stärkung regionaler Wertschöpfung. Auch jeder Verbraucherin und Verbraucher kann durch das eigene Kaufverhalten aktiv dazu beitragen, dass Transparenz am Markt gefördert wird, der Bio-Markt für Lebensmittelerzeugnisse wächst und regionale Produkte erfolgreich am Markt verkauft werden können.“