GRÜNE im Großraum Düsseldorf stellen gemeinsame Mobilitätsstrategie vor

Im Rahmen eines Grünen regionalen Mobilitätsgipfels in Düsseldorf haben die Vertreterinnen und Vertreter der grünen Rats- und Kreistagsfraktionen aus Düsseldorf, Duisburg, dem Rhein-Kreis Neuss und dem Kreis Mettmann Ziele für eine gemeinsame Mobilitätsstrategie definiert.

“Wir wollen, dass die Menschen im Großraum Düsseldorf ohne eigenes Auto mobil sein können”, sagt Mirja Cordes, verkehrspolitische Sprecherin der grünen Ratsfraktion Düsseldorf.  “Die ambitionierten Ziele der Kommunen brauchen eine regionale Entsprechung. Bis 2030 sollen mindestens doppelt so viele Wege in der Region mit dem Rad oder dem ÖPNV zurückgelegt werden. Dafür wollen wir nachhaltige Verkehrskonzepte umsetzen, die zuverlässige, bequeme Mobilität ohne Brüche und ohne lange Planung für Alle ermöglichen. Obwohl die Region im Großraum Düsseldorf als Lebens- und Wirtschaftsraum mit starken Pendler*innenströmen eng verflochten ist, gibt es aktuell keine gemeinsame Wahrnehmung, keine gemeinsame Mobilitätsstrategie, keine einheitliche Taktung. Das wollen wir ändern.”

Ina Besche-Krastl, verkehrspolitische Sprecherin der GRÜNEN im Kreistag Mettmann und Landtagskandidatin, führt aus: “Hierfür müssen wir die Nahverkehrsplanung regional denken und synchronisieren. Das bedeutet, dass planungs- und projektbezogene Strukturen zur regionalen Verwaltungszusammenarbeit geschaffen werden und die Städte und Kreise der Region gemeinsame Kriterien und Qualitätsstandards erarbeiten. Das gilt natürlich auch für Radwegeverbindungen, denn durch den massiven Zuwachs an E-Bikes hat sich der Radius für Radfahrer*innen stark erweitert. Dies ist sowohl für die Freizeitmobilität als auch Pendelverkehre von hoher Bedeutung.“

Neben langfristigen Infrastrukturprojekten im Bereich des S-Bahn- und Straßenbahnnetzes, dem Ausbau von On-Demand-Systemen und regionalen Sharing-Diensten sehen die GRÜNEN Möglichkeiten, einige Verbesserungen bereits kurzfristig umzusetzen. Besche-Krastl dazu weiter: „Für den Radverkehr sind auch schnelle Maßnahmen denkbar. Die Ertüchtigung und Pflege bereits bestehender Radwege, analog zur Straßeninfrastruktur, ist mit wenig finanziellen Mitteln und geringem Aufwand bei großem Nutzen umzusetzen. So können beispielsweise Radwege instandgehalten und Hindernisse aus dem Weg geräumt werden, so dass diese auch genutzt werden können. Dies würde zur Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer*innen beitragen“. 

Und auch für den Tarifdschungel in der Region schlägt Ina Besche-Krastl eine schnelle Lösung vor, bis es mittelfristig zu einem attraktiven Ticketangebot für Pendlerinnen und Pendler kommt: “In einem ersten Schritt muss der Preissprung zwischen den Preisstufen A und B abgeschmolzen werden, was eine große Erleichterung für die Menschen der Region darstellt – gerade in Zeiten von steigenden Energiepreisen. Es ist einfach nicht zu vermitteln, warum beispielsweise die Fahrt von Mettmann Neanderthal nach Düsseldorf Hauptbahnhof 3,00€ mit einem Einzelticket kostet, von Mettmann Zentrum jedoch 6,10€.“

Die komplette Erklärung des Grünen regionalen Mobilitätsgipfels kann unter https://www.gruene-duesseldorf.de/mobilitaetsgipfel/ abgerufen werden.

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